Schweigende Intensivleser

8. Dezember 2007

Statistik

Als Statistiktool nutze ich sitemeter. Meistens sind die dort erhobenen Daten nicht sonderlich spannend, zeigen sie doch lediglich die Anzahl der zumeist zufällig via Suchmaschine auf mein Hauptblog gelangten Besucher. Manchmal aber wundere ich mich schon, besonders über Intensivleser wie den oben gezeigten. Sofern ich dem Seitenmesser trauen kann, hat sich heute jemand über zweieinhalb Stunden auf meinem Blog umgesehen und dabei 50 Seiten aufgerufen. Irgendwie spricht das schon für meine Beiträge, aber ich frage mich natürlich: Was treibt solche Besucher um?

Stundenlang lesen – und dann nicht einmal einen Kommentar hinterlassen. Na ja, Hauptsache, die Leserin oder der Leser hatte seinen Spaß …

Advertisements

Noch Kommentar oder schon Spam?

5. Dezember 2007

Die Grenzen zwischen Kommentar und Spam werden immer fließender. In den letzten Wochen aber häuften sich in meinem Hauptblog Kommentare wie diese hier:

jaja :):) böses Flugzeug
[Kommentarlink verweist auf ein Online-Spieleportal, Anm.]

oder

Der Duft ist nicht schlecht die Frau auch nicht.
[Kommentarlink verweist auf die Homepage eines Gartenmöbelversandes, Anm.]

Die Grenzen sind fließend. Manchmal erhalte ich Kommentare, die halbwegs sinnvoll erscheinen, deren Link allerdings zu einem allzu offensichtlich kommerziellen Angebot führt (reine Anzeigenseiten, Spieleportale, Onlineshopverzeichnisse usw.). Ich tue mich schwer, gleich den ganzen Kommentar zu löschen, weil ich mir nicht sicher sein kann, ob es sich um einen ernstgemeinten Kommentar oder bereits um Spam handelt.

Ich habe mich daher dafür entschieden, das Plugin No-Follow-Case-By-Case einzusetzen, um vermeintliche Spamkommentatoren nicht mit einer Rankingverbesserung bei google zu belohnen. Sollten allerdings nichtssagende Kommentare, die offensichtlich werbliche Zwecke haben, in meinem Blog überhand nehmen, so behalte ich mir vor, diese künftig zu löschen.

Nachtrag 11.01.2008: Auch bei basicthinking wurde dieses Thema jüngst behandelt. Auch in den Kommentaren finden sich zahlreiche gute Ansätze, um diesem Problem Herr zu werden.


Kaffee

23. Juli 2007

Kaffee

Foto: wortmeer

Nachdem ich mich gestern ausführlich dem Bier gewidmet habe, komme ich heute nun zu dem anderen Lieblingsgetränk der Deutschen: Dem Kaffee.

Wie die Süddeutsche Zeitug heute unter der etwas holprigen Überschrift „Der letzte Café“ [leider kein Link, da der Artikel nicht öffentlich zugänglich ist] berichtet, kommen dem französischen Hauptstädter immer mehr seiner Kaffeehäuser aufgrund von Geschäftsaufgaben abhanden. Als Gründe hierfür werden sowohl das immer weiter auseinanderklaffende Preis-Leistungsverhältnis als auch der sich stetig verschlechternde Service genannt. Aber auch die Konkurrenz amerikanischer Ketten macht den Café-Betreibern zu schaffen. Um den mit der Starbuckisierung einhergehenden Niedergang der Kaffeehauskultur Einhalt zu gebieten, setzen die Cafébetreiber nun verstärkt auf private Serviceinitiativen:

„Mit einer Qualitätsoffensive wollen die kleinen Cafés nun den Niedergang stoppen. In der Vereinigung mit dem bezeichnenden Namen Service en tête (Dienstleistung im Kopf) haben sie sich zusammengeschlossen und sich dazu verpflichtet, eine Charta einzuhalten. Danach muss das Café sauber sein, die Bedienung freundlich und aufmerksam und die Auswahl an Getränken und Essen hochwertig. In den neun Monaten seit der Gründung der Initiative sind 200 Wirte die Selbstverpflichtung eingegangen. Die Idee dazu hatte der französische Getränkevertrieb France Boissons, der zu niederländischen Brauerei Heineken gehört. Der Verband schickt regelmäßig als Gäste getarnte Kontrolleure in die Kneipen, um den Qualitätsstandard zu prüfen. „Wenn ein Kellner nichts über die Herkunft des Weines oder ein angebotenes Gericht erzählen kann, und zwar auch auf Englisch, ist das ein schlechtes Zeichen“, sagt Stéphane Alliel, einer der Verantwortlichen von Service en tête.“ (aus der Süddeutschen Zeitung vom 23. Juli 2007)

Über mangelnden Service kann ich mich indes im großartigen Hamburger Café du passage nicht beklagen. Lediglich darüber, dass es montags geschlossen ist. Zum Glück gibt es für den Start in die Woche sehr gute Ausweichmöglichkeiten.

Wer mehr über die edlen Bohnen erfahren möchte, kann sich im informativen Espresso-Kaffee-Blog des Kaffeevertriebs Espresso International umschauen oder als Espresso-Fan gleich die Vielfalt des kleinen Starken auf der ausführlichen privaten Homepage espressosorten.de entdecken. Einen anderen Ansatz hat das kaffeeblog.de gefunden, hier geht es rund um das Thema „Kaffee in der Gastronomie“. Wer sich selbst am Rösten des eigenen Kaffees versuchen möchte, findet im Blog Der Kaffeeröster von Horst Brückner sicherlich hilfreiche Hinweise. Kurzweilig berichtet der Autodidakt von seinen Erfolgen und Rückschlägen.

Am Besten aber genießt man einen guten Kaffee natürlich zusammen mit einem Stück selbstgebackenen Kuchen und der Lektüre eines guten Buches. Beides gibt es bei der sonntäglichen Lesereihe KAFFEE.SATZ.LESEN der Rederei Hamburg. Lezteres wird einem sogar vorgelesen, so dass man sich voll und ganz auf den Kaffeegenuss konzentrieren kann.


Bier

22. Juli 2007

Bosch's BraunbierIn meinem Blog spielt Bier eher eine untergeordnete Rolle. Vielleicht liegt es daran, dass nicht immer ein Flaschenöffner zur Hand ist. Ich als Nichtraucher war übrigens den größten Teil meines Lebens nicht in der Lage, einen Kronkorken unter Zuhilfenahme eines Einwegfeuerzeuges zu öffnen. Mittlerweile habe ich allerdings diese Lücke erfolgreich schließen können und meistere auch diese Hürde. Dem Nichtrauchertum bin ich weiter treu geblieben, trage nun aber dennoch stets ein Feuerzeug bei mir.

Innovativere Wege eine Bierflasche zu öffnen, zeigen übrigens die beiden Münsteraner Högi und Wille in ihrem Blog Flaschenöffner. Seit Dezember 2006 haben die findigen masemattesprechenden Herren 157 verschiedene Arten, an das kühle Blonde zu kommen, in kurzen Videobeiträgen dokumentiert. Etwas weiter sind die Kollegen aus Österreich. Sie sind in ihrem Weblog auf sage und schreibe 1000 Arten ein Bier zu öffnen gekommen.

Jetzt, da man weiß, wie die Flasche zu öffnen ist, fehlt eigentlich nur noch der richtige Tropfen. Das Blog Biertest porträtiert Deutschlands höchstes Kulturgut in kleinen Geschichten, wobei es schwerpunktmäßig darum geht, wo und unter welchen Umständen das edle Getränk erworben wurde. Weitaus umfangreicher ist die Sammlung von Rezensionen, die sich hinter der Homepage 1000getraenke.de verbirgt. Für die private Seite von Mario Kornmesser wurden bereits über 2650 verschiedene Biere aus 56 Ländern verkostet – allerdings nicht vom Betreiber ganz allein, sondern mit tatkräftiger Unterstützung der Besucher dieser Seite. Jedermann ist aufgefordert, seine Bierrezension einzusenden.

Erstaunlich ist, dass die Bloggerfraktion in Sachen Bier bislang kein allzu großes Durchhaltevermögen zeigte. Lobenswerte Ansätze sind zwar hier und da vorhanden, aber schnell wieder im Rausch eingeschlafen. Die Bierwelt besteht im Internet offensichtlich überwiegend Foren und Homepages.

Weitere informative Seiten rund um das Thema Bier hier:

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Interessante Seiten – insbesondere natürlich Blogs – nehme ich gern auf. Bitte einfach einen entsprechenden Hinweis in den Kommentaren hinterlassen. In diesem Sinne: Prost!


Wiedergeburt als Blogger

21. Juli 2007

Dalai Lama

Derzeit weilt der Dalai Lama in Hamburg, wie uns obiges Plakat, welches an einer Littfaßsäule auf St. Pauli angebracht ist, lehrt. Ein vorübergehender Witzbold meinte offensichtlich den Grund dafür, dass seine Heiligkeit stets freundlich guckt, herausgefunden zu haben und brachte obige Sprechblase an. Ich bezweifle, dass es am Bier liegt, schaden kann es bei richtiger Dosierung allerdings auch nicht.

Eine der vier edlen Wahrheiten des Buddhismus besagt, dass das Leben im Daseinskreislauf leidvoll ist. Gleiches gilt natürlich auch für das Bloggen. Seit Dezember letzten Jahres beitreibe ich nun boschblog.de. Ich tue dies auf einem angemieteten Webspace mit einer eigenen WordPress-Installation. Ursprünglich habe ich mich zu dieser Variante entschieden, um unabhängig von allen Blogplattformen wie twoday.net, blogger.de oder auch wordpress.com zu sein. Außerdem sagte man mir, dass das open-source-basierte Blogsystem wordpress einfach zu installieren und zu handhaben sei. Dem schenkte ich Glauben, wollte ich mich doch vornehmlich um die Inhalte meines eigenen Blogs kümmern und nicht um den technischen Rahmen. Mit keinerlei PHP-, SQL-, CSS- und HTML-Kenntnissen ausgestattet starte ich also mein Blogprojekt und weiß seitdem auch, wie leidvoll das Dasein als Blogger sein kann. Ständige Versionsaktualisierungen, Pluginbastelein und Datensicherungen sowie einige Komplettabstürze führten dazu, dass ich das erste halbe Jahr meines Bloggertums doppelt so viel Zeit für die technische Seite als für die Inhaltliche Seite meines Onlinejournals aufbrachte. Ich bin allerdings zuversichtlich, dass sich die Handhabung im Laufe der Zeit noch besser einspielt.

Vor diesem Hintergrund rate ich allen Neulingen aufgrund meiner Erfahrungen ganz klar dazu, sich zunächst auf einer Plattform wie wordpress.com anzumelden und das Bloggen zunächst einfach mal auszuprobieren. Es gibt zwar in der Regel lediglich eine begrenzte Auswahl an vorgefertigten Layouts, aber die Vorteile liegen auf der Hand: Es kostet nichts, es geht schnell, man hat keine Probleme mit der Datensicherung, man muss nicht ständig auf neue Versionen uprgraden und über die jeweilige Commnity werden gleich ein paar Besucher hereingespült. Dieses Blog war innerhalb von fünf Minuten erstellt und funktioniert. Das ist eigentlich am Anfang das Wichtigste.

Sollte ich als Blogger wiedergeboren werden, dann bitte auf wordpress.com – weil’s so schön einfach ist.


Hallo Welt! – Ein Fall für ein Zweitblog

21. Juli 2007

Gestern Abend saß ich allein vor dem Fernseher. Obwohl ich eigentlich Krimifan bin, hält sich meine Begeisterung für die Serie „Ein Fall für zwei“ in Grenzen. Seit Jahren schaltete ich diese nun zum ersten Mal wieder ein und musste feststellen, dass sich im Grunde genommen nichts verändert hat: Nicht einmal das Drehbuch. Wie so eine Folge abläuft habe ich unter „Ein Fall für zwei“ dargestellt.

Und weil die Krimiserie so langweilig war, ist mir während des Betrachtens die Idee zu diesem Zweitblog gekommen. Seit einem halben Jahr nun veröffentliche ich zwei bis drei Mal in der Woche alltagskulturell geprägte Textbeiträge auf boschblog.de. Für alles, was dort keinen Platz findet, gibt es ab sofort dieses Weblog. Alle weiteren Informationen findest Du auf meiner Über-Seite. Über Kommentare freue ich mich sowohl hier als auch auf meinem Hauptblog immer und wünsche viel Spaß bei der Lektüre.