Kaffee

23. Juli 2007

Kaffee

Foto: wortmeer

Nachdem ich mich gestern ausführlich dem Bier gewidmet habe, komme ich heute nun zu dem anderen Lieblingsgetränk der Deutschen: Dem Kaffee.

Wie die Süddeutsche Zeitug heute unter der etwas holprigen Überschrift „Der letzte Café“ [leider kein Link, da der Artikel nicht öffentlich zugänglich ist] berichtet, kommen dem französischen Hauptstädter immer mehr seiner Kaffeehäuser aufgrund von Geschäftsaufgaben abhanden. Als Gründe hierfür werden sowohl das immer weiter auseinanderklaffende Preis-Leistungsverhältnis als auch der sich stetig verschlechternde Service genannt. Aber auch die Konkurrenz amerikanischer Ketten macht den Café-Betreibern zu schaffen. Um den mit der Starbuckisierung einhergehenden Niedergang der Kaffeehauskultur Einhalt zu gebieten, setzen die Cafébetreiber nun verstärkt auf private Serviceinitiativen:

„Mit einer Qualitätsoffensive wollen die kleinen Cafés nun den Niedergang stoppen. In der Vereinigung mit dem bezeichnenden Namen Service en tête (Dienstleistung im Kopf) haben sie sich zusammengeschlossen und sich dazu verpflichtet, eine Charta einzuhalten. Danach muss das Café sauber sein, die Bedienung freundlich und aufmerksam und die Auswahl an Getränken und Essen hochwertig. In den neun Monaten seit der Gründung der Initiative sind 200 Wirte die Selbstverpflichtung eingegangen. Die Idee dazu hatte der französische Getränkevertrieb France Boissons, der zu niederländischen Brauerei Heineken gehört. Der Verband schickt regelmäßig als Gäste getarnte Kontrolleure in die Kneipen, um den Qualitätsstandard zu prüfen. „Wenn ein Kellner nichts über die Herkunft des Weines oder ein angebotenes Gericht erzählen kann, und zwar auch auf Englisch, ist das ein schlechtes Zeichen“, sagt Stéphane Alliel, einer der Verantwortlichen von Service en tête.“ (aus der Süddeutschen Zeitung vom 23. Juli 2007)

Über mangelnden Service kann ich mich indes im großartigen Hamburger Café du passage nicht beklagen. Lediglich darüber, dass es montags geschlossen ist. Zum Glück gibt es für den Start in die Woche sehr gute Ausweichmöglichkeiten.

Wer mehr über die edlen Bohnen erfahren möchte, kann sich im informativen Espresso-Kaffee-Blog des Kaffeevertriebs Espresso International umschauen oder als Espresso-Fan gleich die Vielfalt des kleinen Starken auf der ausführlichen privaten Homepage espressosorten.de entdecken. Einen anderen Ansatz hat das kaffeeblog.de gefunden, hier geht es rund um das Thema „Kaffee in der Gastronomie“. Wer sich selbst am Rösten des eigenen Kaffees versuchen möchte, findet im Blog Der Kaffeeröster von Horst Brückner sicherlich hilfreiche Hinweise. Kurzweilig berichtet der Autodidakt von seinen Erfolgen und Rückschlägen.

Am Besten aber genießt man einen guten Kaffee natürlich zusammen mit einem Stück selbstgebackenen Kuchen und der Lektüre eines guten Buches. Beides gibt es bei der sonntäglichen Lesereihe KAFFEE.SATZ.LESEN der Rederei Hamburg. Lezteres wird einem sogar vorgelesen, so dass man sich voll und ganz auf den Kaffeegenuss konzentrieren kann.

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7 Antworten to “Kaffee”

  1. Markus Says:

    Nur zur Info: Bei jetzt.de ist der Text online zugänglich:
    http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/391400

  2. bosch Says:

    @Markus: Vielen Dank an meinen einzigen Leser.

    Ich hatte das auch gesehen, aber nicht verlinkt, da bei den Kollegen auf jetzt.de der Text nach wenigen Tagen automatisch wieder verschwindet. Also, wer Interesse an dem Pariser Café-Elend hat, der muss sich beeilen und dem obigen Link folgen.

  3. Markus Says:

    Iwo, ich bin doch nicht der einzige Leser hier. Ich bin halt nur der erste, der hier kommentiert. Dass ich dir so schnell in dein Meta-Blog gefolgt bin, hängt vielleicht auch mit meiner Vorliebe für Meta-Geschichten zusammen. 😉

    Da ich noch nicht dazugekommen bin, den SZ-Artikel zu lesen (und es auch heute nicht mehr schaffe), hab ich ihn mir gleich mal gefurlt – auf deutsch: eine Kopie auf http://furl.net abgelegt.

  4. bosch Says:

    @Markus: Und wenn man das gefurlt hat, kann ewig auf den Artikel zugreifen? Ist ja unglaublich. Man lernt jeden Tag dazu. Bloggen bildet eben doch.

  5. Markus Says:

    Beide Aussagen sind korrekt.

  6. wortmeer Says:

    Hallo! Dann melde ich mich mal als zweiter Leser bzw. Kommentierer 😉 Freut mich wirklich sehr, mein Foto hier wiederzufinden und dann auch mit einem so interessanten Beitrag 🙂 Ich als Kaffee-Fan 🙂
    Viele Grüße aus Berlin nach Hamburg
    vom wortmeer

  7. 404 Says:

    Hä? Hier bist du auch? Feine Sache.

    Oder werde ich langsam verrückt. Ich steig da nicht mehr durch …


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